cosmo 222 hat geschrieben:
25.04.2010
dan hat geschrieben:
Tja, und nun mag sich jeder selbst ausrechnen, wie lange das gut geht.
02.05.2010
dan hat geschrieben:
Es kommt also - siehe oben und welch Wunder - dabei raus, dass es eigentlich auf beiden Seiten ziemlich gleich aussieht von den Ertragsmöglichkeiten her.
Welch Wunder? Vom ?fast Untergang des cosmo-bootes? in nur wenigen Tagen gleichgezogen mit dem Marktführer.
Naja, es gibt schon doch noch ein paar kleine Unterschiede bei der ganzen Sache. Insofern sehe ich die von mir oben genannten Zitate auch nicht als Widerspruch.
Ein wenig Erläuterung:
Wenn pro aktivem Fahrer statistisch so um die 8 Touren pro Tag bei beiden Zentralen da sind, dann gibt es in beiden "Lagern" zum einen Fahrer, die deutlich mehr fahren, zum anderen eben welche, die nur ein paar wenige Schecks pro Tag reißen. Insofern haben Cosmo und twister da mal eine Gemeinsamkeit. Und man muss sich ernstlich fragen, warum die Fahrer mit den wenigen Schecks überhaupt auf der Straße sind. Denn hie wie da kann das nicht wirklich finanziell attraktiv sein. Denn beiderorts fällt eine nicht ganz unerhebliche Pauschale an, die ja auch erstmal erwirtschaftet werden will.
Bei den "Wenigfahrern" kann es sich also nur um Hobbyisten oder um Hartz-IV-Aufstocker handeln. Es sind - zumindest nach meinen Erfahrungen bei inline/twister - auch nicht gerade diejenigen Fahrer, die in Engpaßzeiten eine wirklich große Hilfe sind. Diese Leute picken bei Schönwetter über Mittag die ein oder andere Mitte-Kreuzberg-Tour weg, aber wenn es regnet oder abends um halb acht noch irgendwas quer durch die Stadt gekarrt werden muss, dann sind sie natürlich nicht da...
Dann mal zu den Unterschieden:
Der eine Unterschied zwischen dem Tourenaufkommen bei inline/twister ggü. dem bei Cosmo ist, dass auf die "offizielle" Tourenstatistik bei inline/twister noch das ganze Overnight-Geschäft draufkommt. D. h. insbesondere täglich eine dreistellige Zahl von ON-Einholungen und Frühauslieferungen. Das geht zu 95 % an die ON-Festfahrer, taucht nicht in der Tourenstatistik auf, trotzdem ist es Tourenumsatz der Leuten Geld bringt. Bei Cosmo läuft der ON-Stadttransfer komplett über die Tourenstatistik, weil es (noch?) keine ON-Festfahrer gibt.
Bleibt hierzu also als Zwischenergebnis festzuhalten: 8 Touren pro Tag und aktivem Fahrer bei inline/twister sind "mehr" als bei Cosmo. Weil eben noch eine "Dunkelziffer" durch den ON-Effekt hinzukommt.
Dann ein weiterer Unterschied, der meines Erachtens viel kritischer für die Fahrerschaft ist:
Sowohl bei inline/twister wie auch bei Cosmo gibt es einzelne Fahrer, die enorm viel reißen. Also deutlich mehr als diese nominalen 8 Touren/Tag. Die heißen dann bei Cosmo z. B. 648 oder 632, und solche Leute gibt's bei inline/twister eben auch ein paar. Ich würde mal schätzen, dass die Zahl der "hochaktiven", starken Fahrer bei beiden Zentralen näherungsweise gleich groß ist.
Wenn nun aber bei der einen Zentrale der Tourentopf insgesamt kleiner ist als bei der anderen, dann bleibt bei der kleineren Zentrale natürlich für den Rest der Fahrerschaft ungleich weniger über als bei der anderen.
Beispiel mit fiktiven(!) Zahlen:
Zentrale A hat 150 Radtouren/Tag, 20 Fahrer, davon 5 hochaktive, die jeweils 15 Schecks reißen: Dann schaffen die 5 aktiven allein 75 Touren weg, und 15 verbleibende Fahrer haben noch 75 Touren -> 5 Touren pro "nicht hochaktivem" Fahrer und Tag.
Zentrale B hat 250 Radtouren/Tag, 30 Fahrer, davon auch 5 hochaktive mit 15 Schecks. Bleiben für die restlichen 175 Touren = 7 pro weiterem Fahrer.
D. h. für die Nicht-Spitzenfahrer ist das Leben bei der größeren Zentrale im Zweifelsfall leichter als bei der kleineren. Und genau das meinte ich damit, als ich vor einigen Wochen mal schrieb, dass ich mir nicht sicher bin, wie lange das gut geht.
Meine Vermutung ist nämlich, dass der (sicher nicht ganz kleine) Cosmo-Radtourentopf effektiv zu einem sehr großen Anteil an ein paar ganz wenige Fahrer geht. Und ansonsten so einige dabei sind, die in dem halben Jahr, was es Cosmo jetzt gibt, näherungsweise nichts verdient haben.
Solche Nichtverdiener gibt es bestimmt bei inline/twister auch (habe da ein paar in Verdacht). Aber im Durchschnitt über alle vermute ich, dass die pro-Fahrer-Ertragslage tatsächlich immer noch erträglicher ist.
cosmo 222 hat geschrieben:
Deine Art sich für inline/twister einzusetzen erinnert mich an meine eigene Vergangenheit bei dieser Firma. Die Idee ?Kuriere haben ihre eigene Zentrale? hat mich damals angetrieben.
Was ist eigentlich dein Antrieb?
Mein Antrieb hier in der Diskussion ist in erster Linie mal, das Thema sachlich zu halten. Ich werde inline/twister nicht um jeden Preis verteidigen. Es gibt durchaus Dinge, die ich kritisch sehe. Aber ich sehe eben auch, dass ich bei inline/twister allen Unkenrufen zum Trotz durchaus auf Umsatz komme. Gehöre zwar bestimmt nicht zu den "Rekordfahrern", aber gemessen am Zeit-/Arbeitseinsatz kommen durchaus sinnfällige Scheckzahlen und Umsätze zusammen.