@dan
So allgemein nicht feindselig, im Speziellen aber eher doch:
Der negative Duktus mit dem Du über Cosmo schreibst, in Verbindung mit einer Darstellung seiner Geschichte, die scheinbar objektiv sein soll, aber leider die Motive der Kuriere, die zur Gründung von Cosmo geführt haben, gänzlich ignoriert, macht es deutlich. Wie war das noch mal?:
dan hat geschrieben:
Die ganzen Probleme, die es damals z .B. bei inline gegeben hat und die dann zu dem allseits bekannten Debakel geführt haben, waren nicht nur personeller Natur. Sie waren auch dem Umstand geschuldet, dass in rezessiven Phasen Kostenapparate weiter bewältigt werden müssen und Verteilungskämpfe beginnen. Und Kostenapparate, die dann plötzlich absurd hoch erscheinen, waren vielleicht einige Monate vorher noch notwendig für eine Betriebsaufrechterhaltung.
Die hochdefizitäre Logistiktochter "Kostenapparat" zu nennen und die Verantwortung der Rezession zu geben, ist Verschleierung der Tatsachen. Das war nur die höchste Spitze des Eisbergs unternehmerischer Fehlentscheidungen. "Notwendig für eine Betriebsaufrechterhaltung" war das definitiv nie, sondern ein gescheiterter Versuch in einen neuen Markt zu gehen. Kann ja passieren: Aufs falsche Pferd gesetzt.
Jetzt kommt das von dir "Verteilungskämpfe" genannte Kapitel. Da inline sich ja immer mit der Mitbestimmung der Kuriere geschmückt hat und diese tatsächlich damals vertreten durch den ikv als Gesellschafter möglich schien, wurde versucht auf die Geschäftspolitik Einfluß zu nehmen. Denn aus Kuriersicht war klar: Bezahlen für unternehmerische Fehlentscheidungen tut der Kurier über die Pauschalen, die größte Einnahmequelle der GmbH. Hier könnte jetzt die schmierige/wunderbare Geschichte stehen, wie es dazu kam, dass aus einem Teil der damaligen Kuriere und Disponenten usw. Genossen wurden. Steht aber bestimmt schon hier irgendwo im Forum.
Ist das wirklich ein Verteilungskampf wenn Kuriere Einfluß auf ihre Zentrale reklamieren? Für uns nicht! Es ist der selbstverständliche Ausgangspunkt unserer Arbeit und in der Genossenschaft als Rechtform auch gut umgesetzt, anders als die ganzen GmbH's und Gbr's, die sich im Markt so tummeln.
dan hat geschrieben:
Bedenkt ansonsten bei aller Freude über euren eigenen Erfolg, dass der Erfolg, den die Zentrale hat, nicht zwangsläufig ein Erfolg für alle eurer Fahrer ist.
Genau das machen wir den ganzen Tag, dazu zwingt uns das Genossenschaftsmodell!