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Selbstbaulampe "Doppelläufige"
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Seite 1 von 1

Autor:  kore [ Di 16. Dez 2008, 22:29 ]
Betreff des Beitrags:  Selbstbaulampe "Doppelläufige"

Hi ihr alle. Wer´s damals mitbekommen hat, ich hab ja lange genug mich selbst gequält und nach LED lampen gefragt und gesucht und andere auch genervt :D

Hier nun mein Ergebnis. Ist heute endlich fertiggeworden.
Wenn wer Zeit und Muße hat das Nachzubauen, kann ich mich ja mal ransetzen eine detaillierte Bauteileliste zu erstellen.
Hier aber nun schon mal drei kleine Fotos.

Dateianhang:
doppelläufige.jpg
doppelläufige.jpg [ 125.73 KiB | 3588-mal betrachtet ]


Im Moment noch auf einer standard Cateyehalterung mittels Kabelbinder befestigt. Bin noch auf der Suche nach einer besseren Halterung. Ein wenig mehr Abstand zwischen den Lampen wäre nicht schlecht.

Dateianhang:
2-lampen.jpg
2-lampen.jpg [ 183.55 KiB | 3578-mal betrachtet ]


Die Leuchte besteht aus diesen beiden Lampen. Ursprünglich waren dies normale Batterielampen mit 9 normalen 5mm LEDs. Diese wurden komplett entkernt und mit einer SEOUL P4 zusammen mit einer carclo-optik 8° bestückt. Angetrieben mit einer Konstantstromquelle bei rund 800mA. Der Kühlkörper ist ein 22x25mm gerehter Aluminiumzylinder der genau ins hellblaue Aluminiumgehäuse passt. Die LED wurde auf den Kühlkörper geklebt und Zylinder mit dem Gehäuse verklebt. Die Spannungsversorgung ist ein 6V 4Ah Akku in der Satteltasche oder der Akku einer Sigma Mirage.

Dateianhang:
led-frontal.jpg
led-frontal.jpg [ 85.04 KiB | 3579-mal betrachtet ]


Wenn man die optik auf der LED richtig positioniert, siehts alles schön gelb aus. Das gelbe ist die Spiegelung der aktiven Leuchtfläche der LED.

Zur Helligkeit kann ich nur sagen,ich bin schlichtweg begeistert. (Ist jetzt mal kein Eigenlob) Hätte nicht gedacht, dass diese Lampen so irre hell sind. Bin heute teilweise mit schlechtem Gewissen in der Stadt gefahren, weil ich "Angst" hatte, damit angehalten zu werden. Hier in meiner Stadt kann das der Rennleitung echt in den Sinn kommen. Habe dann eine der Beiden Lampen ausgeschaltet und das Licht war für den Stadtverkehr wieder in normalem Rahmen (dennoch als Radfahrer noch viel zu hell). Mit der doppelten Beleuchtung aber auf jeden Fall von Weitem als etwas Unnormales zu erkennen.

Hoffe, es hat Spaß gemacht zu lesen. Gruß Kore

Autor:  Burnie [ Di 16. Dez 2008, 22:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstbaulampe "Doppelläufige"

sieht gut aus!!!

Nun wären aber noch genaue Bauteile mit Bezugsmöglichkeit und Preis, sowie Leuchtdauer bis zum Entladezustand z.B. beim Mirage-Akku interessant - mit der Mirage hatte ich ja die angegebenen 4,5 Stunden....
Schätze mal, das werden die mit LEDs überbieten?

Autor:  kiwi_kirsch [ Di 16. Dez 2008, 22:54 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstbaulampe "Doppelläufige"

geil!!!

wass hass bessahlt?

Autor:  kore [ Di 16. Dez 2008, 23:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstbaulampe "Doppelläufige"

Hier mal die Bauteileliste

Dateianhang:
Doppelläufige Bauteileliste.pdf [26.31 KiB]
274-mal heruntergeladen


Zur Stromaufnahme kann ich morgen mal nen Test machen. Da habe ich noch gar keine Werte. Auf jeden Fall sollte der Betrieb einer einzelnen Lampe dann länger als 4,5h dauern. Je nach Batterieversorgung kann man mit dieser Konstantstromquelle von 3,5 bis 9Volt alles dranstecken. Damit kanns dann ein Camcorderakku mit 7,4Volt sein, ein Bleigelakku mit 6V (Mirage) oder halt das NiPack mit seinen 7,4V, ein Racing-Akku mit bis zu 6 Zellen und und und.. selbst ein 4er Satz Batterien/Akkus sollten reichen.

Gruß Kore

Autor:  reVELOtion [ Mi 17. Dez 2008, 00:09 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstbaulampe "Doppelläufige"

wow!! da haste ja echt was schickes zusammengezimmert! und für den lächerlichen preis wirklich mehr als erschwinglich. top!!
haste aber schon ne ganze weile dran geplant und gebastelt jetzt, oder? ich erinner mich da dunkel an deinen wunsch nach mehr tag bei nacht...

Autor:  Burnie [ Mi 17. Dez 2008, 10:43 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstbaulampe "Doppelläufige"

bin echt fasziniert, was Du da zusammengetragen hast!!! :daumen:

Ein paar Fragen ergeben sich natürlich - wie heiß wird das ganze, welche Leuchtdauer ist zu erwarten (testest Du ja gerade)
Was für einen Kühlkörper hast Du verwendet (woher)

Wenn man das ganze nachbauen will, empfindest Du es als schwer oder auch von einem Laien mit ein bisschen Löterfahrung zu meistern?

Und was die Kosten natürlich ein bisschen in die Höhe treibt, ist mindestens 3x Versandkosten zahlen zu müssen (aber aus einer Hand scheint man die Preise und Bauteile von der Qualität her bei weitem nicht zusammenzubekommen) - vielleicht lohnt sich nach einer Testphase durch Dich eine Sammelbestellung? - Ich hätte Interesse, bin immerhin Bastler, Technik-Freak und Radfahrer :-)

Nochmals: :respect:

Autor:  kore [ Mi 17. Dez 2008, 11:15 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstbaulampe "Doppelläufige"

Japp, die Versandkosten sind natürlich schon was, was einem auch den Appetit verderben könnte. Deswegen dauerte der Lampenbau auch etwas. Ich habe nämlich immer gewartet bis ich mit Bestellungen über nen gewissen Wert kam, wo die Versandkosten eine immer kleiner werdende Rolle spielten. Mit einer Sammelbestellung käme man da wesentlich günstiger. Zur Not bekäme man die Taschenlampen auch bei Reichelt http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=2;GROUP=L71;GROUPID=3948;ARTICLE=83758;START=0;SORT=preis;OFFSET=1000;SID=26A0@UDawQARoAAHt5dAQf3147469b8be1e22fc439ec11fe76bb3, dann jedoch 1 €/Stk. teurer, wobei mir aus jetziger Sicht das Silber wegen seiner Neutralität besser gefiele. wers gemerkt hat, meine beiden Blauen unterscheiden sich minimal in der Farbhelligkeit, bei silber (/natur) sollte das ja mal gar kein Problem werden.

Ein Dauertest steht noch aus. Zur Wärmeentwicklung: Das Gehäuse wird ein wenig bis merklich warm. im Labor haben wir noch ein Thermometer, das werd ich dazu mal befragen. Bei Fahrtwind aber gar kein Probem.

Zum Kühlkörper: da habe ich selber lange gesucht. Im Prinzip ist es ein Aluminium Vollprofil. Habe in einer Werkstatt was bekommen und auf der Drehbank drehen lassen. Es stellte sich aber heraus, dass mein Kühlkörper aus Magnesium ist. Aluminium hat eine Wärmeleitfähigkeit von 220 und Magnesium etwas schlechter bei 170. daher denke ich, wer aluminium besorgen kann und das drehen kann, hat da gute karten. wer nen besonders guten dreher als freund hat und sich kupfer leisten kann, hat sogar nen wärmeleitwert von 350 bis 370.. aber sind ja nur zahlen.

Ein Nachbauen ist, denke ich, von jedermann zu bewerkstelligen. beim Anlöten der kabel an die SMD bestückte platine ist schon ein wenig geschick/erfahrung nötig, zumal da, den hab ich ganz vergessen, noch ein kleiner pufferelektrolytkondensator direkt an die platine gelötet werden sollte, da sonst bei langen stromkabeln die lampe nicht so hell wird, wie sie sein könnte. die Treiberplatine fängt dann an zu oszillieren (nur mit nem oszi sichtbar) und wird dann nen tick dunkler. bzw mit dem stützelko wieder nen tick heller.

Bei dem 22mm Durchmesserprofil habe ich leider noch keine käufliche Möglichkeit gefunden, würde das ganze nämlich was einfacher machen, jedoch brauchts definitiv plane Endflächen, die man so beim drehen nur hinbekommt, und wenn man eh schon beim Dreher ist... der hat dann auch schon das Material da ;)

Zur bearbeitung des kühlkörperprofils, das ist sicher nicht optimal, aber bei einer so kleinen leistung wie hier sicher nicht unbedingt tödlich: ins profil kommt eine kerbe, damit da 2 kleine kabel durchpassen um auf der vorderseite die LED mit Strom zu versorgen. Diese habe ich auch nicht verklebt, weil ich mir dachte, wärme steigt eh nach oben ;)

So, nun werd ich mal wieder ins Labor gehen :) um auch die Test zu durchlaufen ;)

gruß kore

Autor:  kore [ Mi 17. Dez 2008, 14:02 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstbaulampe "Doppelläufige"

Nachtrag: Strommessung

Dateianhang:
Strommessung.gif [3.18 KiB]
856-mal heruntergeladen


Erklärung: Strom ist rot dargestellt, Leistung ist grün dargestellt
Gruß Kore

Autor:  Fedecks [ Mi 17. Dez 2008, 14:47 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstbaulampe "Doppelläufige"

ich sehe schon
bei elektrik
bich ich ähnlich talentiert
wie bei computer

grübel

aber, würde das auch mit ner AA-mini maglight funktionieren?
für die gibt es ne fahrradhalterung
dann wäre dieses problem elegant gelöst

Autor:  Burnie [ Mi 17. Dez 2008, 15:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstbaulampe "Doppelläufige"

also wenn ich das richtig deute, dass 800mA die abgegebene Stromstärke an die LED ist (laut Bauteil), dann hat nach dem Diagramm die Schaltung ab etwa 6,5V eine konstante Verluststromstärke von 400mA, und daher spätestens ab da steigende Verlustleistung...

Wenn ich davon ausgehen darf, dass die maximale Leuchtintensität ab etwa 3,6V (kommt mit den 3,5 Watt gut hin) gegeben ist (bitte korrigieren, falls die Leuchtleistung anders verteilt ist), dann entlade ich spätestens ab 6,5 Volt meine Akkus just for fun (sollte also auch bedeuten, dass das kältestmögliche System mit maximaler Leuchtintensität im Bereich 4-5 Volt liegt, oder?)

Autor:  mobamobil [ Mi 17. Dez 2008, 16:49 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstbaulampe "Doppelläufige"

Also ich finds auch richtig geil das Projekt, Licht kann man nie genug haben!

Werd mir das auch mal genauer ansehen und mir kribbelts auch schon in den Fingern das nachzubauen!

Autor:  kore [ Mi 17. Dez 2008, 18:04 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstbaulampe "Doppelläufige"

leider kann man nicht davon ausgehen, dass die leuchtstärke soooo konstant bleibt. die ändert sich schon noch minimal. das haben auch andere user mit dieser Konstantstromquelle berichtet, dafür ist sie aber spottbillig, bzw ich setze mich nicht dran und bastel dann selber.

die "richtige" helligkeit der lampe wird so zwischen 4 und 5 Volt erreicht. danach wirds nur noch minimal "slightly" heller mit steigender spannung. deswegen würde ich sagen, sollte eine spannung zwischen 6 und 7 Volt angestrebt werden.
alles drüber ist nur verbraten und der led auch nicht unbedingt zuträglich, wenn man mit einer nicht ganz optimalen Kühlung arbeitet. bzw längere standzeiten ohne fahrtwind hat.

die messwerte sind erstmal nicht als unrüttelbar anzusehen, da ich nur eine der beiden lampen vermessen habe und hier auf beide hochgerechnet hab. den knick Stromeinbruch ab rund 6 Volt kann ich mir vorerst auch nicht erklären.

So, nun habe ich mal beide vermessen und erhalte folgendes Ergebnis. Ich denke mal das sind fertigungstoleranzen der billigen chinaproduktion ;)

Dateianhang:
messwerte.jpg
messwerte.jpg [ 65.34 KiB | 3585-mal betrachtet ]


Habe nochmals die Helligkeit der beiden Lampen beobachtet. die eine wird wie schon gesagt minimal heller, die andere bleibt auf konstantem lichtstrom.. am hellsten ist die Leuchte bei rund 6 Volt.

Autor:  speedmk [ Mi 17. Dez 2008, 23:50 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstbaulampe "Doppelläufige"

:daumen: supi kore.hab bloss leider keine ahnung von sowas.auch noch nie gelötet

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