pepe hat geschrieben:
Oder eben die standard Anhänger, obwohl man da kaum Wetterschutz für die Fracht hat...
Das wird sich auch nicht optimieren lassen. Es gibt halt zwei Möglichkeiten:
Entweder Du hast einen festen, geschlossenen Aufbau, der Wetterschutz bietet und dann die Transportkapazität nach oben und zur Seite vorgibt. Der hat dann die Maximalabmessungen und daraus ergibt sich gleichzeitig dann ein cW-Wert gegen den Du als Radfahrer anarbeiten mußt. Aus persönlicher Erfahrung mit gut beladenen Fahrradanhängern kann ich sagen daß alles, höher als 1 Meter wird oder seitlich mehr als 1 qm Windangriffsfläche bietet sehr, sehr unschön zu fahren wird. Bereits mit einem halben qm seitlicher Windangriffsfläche schaukelt man bei Seitenwind schon durch die Gegend wie in einem Schlauchboot auf hoher See...
Oder Du hast eben das Prinzip "offene Ladefläche" bzw. eine Wannen-/Schalenform. Da kommen dann die Ladeeinheiten rein und es wird
fallweise ein Wetterschutz draufgepackt. Also z. B. Abdeckung mit stinknormaler Plastikfolie oder Plane.
Letzteres ist einerseits flexibler, zum anderen ist halt der Windwiderstand nur so groß wie es sich bezogen auf die konkret transportierten Güter halt ergibt.
Ansonsten muß man einfach realistisch bleiben: ab gewissen Größen und/oder Gewichten lassen sich Lasten mit einem Fahrrad nur noch bedingt sinnhaft transportieren. Güter in der Dimension "Umzugskiste" kann man noch recht zügig durch die Gegend karren. Bei allem was darüber hinaus geht wird man doch ziemlich langsam wenn man denn auch sicher ankommen will. Das Rad wird allenfalls dann wieder interessant wenn man so dermaßen sperrige Dinge transportieren will daß man sie eben in ein Käfigfahrzeug nicht mehr reinkriegt. Zum Beispiel irgendwelche vier Meter langen Stangen lassen sich in einem Pkw nicht transportieren, auf einem Fahrrad mit etwas Geschick durchaus. Dann geht es aber nicht mehr um die (fahrradkuriertypische) schnelle Zustellung sondern um die Frage, ob man den Ramsch überhaupt irgendwie transportiert bekommt ohne einen Lkw bemühen zu müssen.
Aber diese hypersperrigen Güter dürften sowohl im Kurieralltag wie auch im normalen Radfahrerleben eher die große Ausnahme darstellen.