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 Betreff des Beitrags: Wie transportiert Ihr Päckchen?
BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2007, 15:46 
Hallo liebe Kuriere,
ich studiere Produkt Design und arbeite gerade an dem Thema Transport mit dem Fahrrad. Dazu hätte ich einige Fragen...
Wie ich das mitbekommen habe, sind im Moment für den Fahrradkurier Einsatz hauptsächlich kleinere Lasten üblich (Dokumententransport...) mich würde aber der Transport auch etwas größerer Lasten 5 - 20 kg interessieren. Um den Fahrradtransport auch mehr als flexible, umweltschonende Methode zur Feinverteilung von Paketen und Päckchen einzusetzen. Deshalb arbeite ich an Transportbehältern / Anhängern, die sich für diesen Zweck (Kurierdienste) einsetzen lassen.
Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Transport etwas grösserer Lasten als sich mit den typischen Kuriertaschen bequem transportieren lassen? Kommt dies heute auch schon öfter vor, oder werden dann andere Transportmittlel als das Fahrrad benutzt? Welche Behälter verwendet Ihr für solche Zwecke? Ich habe auch gelesen daß in Köln für die Feinverteilung von UPS Paketen Fahradkuriere eingesetzt werden, wisst Ihr wie die diese Tranportieren?
vielen Dank schon einmal für euere Mithilfe.


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BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2007, 16:15 
Hallo!

pepe hat geschrieben:
Wie ich das mitbekommen habe, sind im Moment für den Fahrradkurier Einsatz hauptsächlich kleinere Lasten üblich (Dokumententransport...)


Das ist richtig.

pepe hat geschrieben:
mich würde aber der Transport auch etwas größerer Lasten 5 - 20 kg interessieren.


Wir fahren alles, was volumenmäßig in die Tasche oder den Rucksack passt, auch wenn es mehr als 5 kg hat.
Manche Kuriere verlangen einen Gewichtszuschlag für Sachen ab 10kg, was in der Praxis nur leider manchmal etwas schwer zu vereinbaren ist. Man hat ja keine Waage dabei und die Kunden zahlen meist ungern Aufpreis.
Was gefühlsmäßig eindeutig zu schwer erscheint oder zu groß, wird bei uns bei der KurierAg an Autokuriere vergeben.

Es gibt auch Kurierdienste, die Einradanhänger verwenden, z.B. die Weber Monoporter.
In Köln gibt es einen Kurierdienst, der größere Sachen fährt. Mehr im Film Zweirad Cowboys.
Manche Radkurier-Unternehmen haben Lastentransporträder, die bis zu 100kg oder mehr transportieren können. Die sind aber sehr in der Minderheit und kaum präsent.

MfG. Markus


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BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2007, 16:38 
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BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2007, 16:46 
Danke für die schnellen Antworten...
noch eine Frage, werden eigentlich auch Räder mit Elektrounterstützung von manchen verwendet, oder ist das gegen die Kurierethik?!


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BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2007, 16:48 
pepe hat geschrieben:
Danke für die schnellen Antworten...


Gibt es noch weitere Fragen?

pepe hat geschrieben:
werden eigentlich auch Räder mit Elektrounterstützung von manchen verwendet


Nein.

pepe hat geschrieben:
oder ist das gegen die Kurierethik?!


Genau das! :zwinkern


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BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2007, 17:11 
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pepe hat geschrieben:
oder ist das gegen die Kurierethik?!


es macht vor allem auch keinen sinn, wenn man schon nur das nötigste am fahrrad hat sich etwas wartungsintensives, schweres und teures ans rad zu bauen....

_________________
Wenn du denkst es passt nicht mehr, kommt von irgendwo ne Lücke her!!


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BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2007, 17:28 
Maze hat geschrieben:
pepe hat geschrieben:
oder ist das gegen die Kurierethik?!


es macht vor allem auch keinen sinn, wenn man schon nur das nötigste am fahrrad hat sich etwas wartungsintensives, schweres und teures ans rad zu bauen....


Genau.
Hinzu kommt, daß der Akku so eines Teils bei jemandem der den ganzen Tag unterwegs ist dann wahrscheinlich Mittags schon leer wäre.
Den restlichen Tag hat man dann keine Vorteile mehr aber zudem mehr Gewicht am Rad, was auf die Dauer sehr nerven würde.

Solche Elektro-Hilfsantriebe machen meiner Ansicht nach wirklich nur bei Postlerrädern Sinn.


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BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2007, 17:42 
aber es könnte ja zum Beispiel auch ein elektro unterstützter Anhänger sein, den man nur bei Bedarf anschnallt und ansonsten in der Zentrale aufläd?
Ich verstehe aber daß man keinen unnötigen Kram am Rad haben will...


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BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2007, 17:48 
pepe hat geschrieben:
aber es könnte ja zum Beispiel auch ein elektro unterstützter Anhänger sein, den man nur bei Bedarf anschnallt und ansonsten in der Zentrale aufläd?


Das wäre natürlich was ganz anderes und auch innovativ.
Sowas gibt es noch gar nicht, so weit ich weiß.

Hast Du vor, in der Richtung was zu konstruieren?


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BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2007, 17:51 
was es genau wird weiß ich noch nicht, bin noch am Anfang der Arbeit, aber ja, etwas in der Art schwebt mir im Moment vor... deswegen Interessiere ich mich auch für die Arbeitsaläufe, da ich selbst kein Radkurier bin, aber ein begeisterter Radfahrer.


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BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2007, 17:55 
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Anhänger mit Heckantrieb wäre vermutlich lebensgefährlich. Der würde das Hinterrad des Zugfahrrades z. B. bei Kurvenfahrt einfach seitlich wegschieben, Fahrer und Fuhre würden dann Flugübungen veranstalten.

Ansonsten zum Transport:

Mit Anhängern wie z. B. Bob Yak kann man auch große Umzugskisten transportieren. Persönlicher Transportrekord auf dem Yak war ein ausgewachsener Büroschreibtisch. Da war das Fahrverhalten des Gespanns dann aber schon etwas abenteuerlich.

Klassische Packtaschen (z. B. wasserdichte Ortlieb Backroller) an einem Hinterradgepäckträger nehmen schwerere, aber nicht allzu große Lasten auch dankbar auf. Das Hauptproblem z. B. bei Anhängernutzung dürfte sein, daß man einen Hänger vielleicht nicht unbedingt den ganzen Tag "auf Verdacht" mitziehen will. D. h. größere Transportfahrten müssen separat geplant/disponiert werden.


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BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2007, 19:58 
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dan hat geschrieben:
Anhänger mit Heckantrieb wäre vermutlich lebensgefährlich. Der würde das Hinterrad des Zugfahrrades z. B. bei Kurvenfahrt einfach seitlich wegschieben, Fahrer und Fuhre würden dann Flugübungen veranstalten.


zum Bremsen stell ichs mir auch unpraktisch vor...

@Päckchen: Was in den Rucksack passt, geht mit- egal wie schwer. Noch hats mich noch nie vom Rad geschmissen. Längere Kartons, die über den Rucksack hinausstehn aber von der BReite her hineingehn transportier ich nur, wenn sie eher leicht sind...mit den Dingern möcht ich nicht fallen. Allerdings haben wir auch ein paar kurze Fixfahrten in der Woche mit schweren Umhängetaschen, die man allerdings auch gleich wieder los ist.


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BeitragVerfasst: Di 13. Nov 2007, 10:55 
vielen Dank nocheinmal für die Antworten,
aber hier noch eine Frage, sind das eigentlich meistens Standardpäckchen wie bei der Post oder haben die Transporte auch oft eigenwillige Abmessungen? und sind die Touren oft festgelegt oder funktioniert das wie bei den Taxifahrern auf Abruf?


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BeitragVerfasst: Di 13. Nov 2007, 13:30 
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wie taxifahrer auf abruf. und wir transportieren alles, was in die tasche paßt, seehr selten auch mal, was man unter den arm klemmen (50x150-mobile.de-hartschaum-schild) oder auf dem lenker positionieren kann (karton mit 30 berliner pfannkucken vom bäcker um die ecke zu axel springer). gerollte druckvorlagen, unverpackte aktenordner, fototüten, schlüssel, zahnabdrücke, flaschen, cds/dvds, heiratsanträge, donuts, ipods.. alles, was paßt, in jeden verpackten, verklebten, gerollten, offenen oder losen zustand, den man sich vorstellen kann.


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BeitragVerfasst: Di 13. Nov 2007, 20:16 
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Messenger und Inline haben in Berline Lastenräder und/oder Anhänger. Die fahren den ganzen Tag umher und bekommen die schweren Touren inkl. der manchmal langen Anfahrten, imho nur im Citybereich.

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"Variable gears are only for people over forty-five. Isn't it better to triumph by the strength of your muscles than by the artifice of a derailleur? We are getting soft. As for me, give me a fixed gear!" - Henri Desgrange - 1902


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BeitragVerfasst: Di 13. Nov 2007, 20:21 
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pepe hat geschrieben:
vielen Dank nocheinmal für die Antworten,
aber hier noch eine Frage, sind das eigentlich meistens Standardpäckchen wie bei der Post oder haben die Transporte auch oft eigenwillige Abmessungen? und sind die Touren oft festgelegt oder funktioniert das wie bei den Taxifahrern auf Abruf?

Spielzeughelikopter, 5 Joghurt, Restaurantessen, Damentaschen, Blumen/-stöckchen,...fällt mir so spontan als besonders formatiert ein, aber das Meiste sind eben Dokumente

ach, und Drogenkapseln werden natürlich im Bauch transportiert


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BeitragVerfasst: Di 13. Nov 2007, 23:16 
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Hmm, also wenn der Antrieb des elektrisch-unterstützten Anhängers von einer einigermassen schlauen Steuerung geregelt wird, stelle ich mir das nicht so tragisch mit dem Fahrverhalten vor? Habe da keine Erfahrung mit Radanhängern, aber bei der Anhängekupplung könnte man Druck bzw. Zug messen, vielleicht unterstützt durch nen räumlichen Beschleunigungssensor (Steigung bzw. Gefälle beachten). Somit Unterstützung beim Anfahren, bzw. mit-Bremsen beim Bremsen (-> Akku laden, analog zu Hybridfahrzeugen. Wobei, wäre ja bereits ein "Mensch-Elektromotor-Hybridfahrzeuggespann ;) ).
Nur die große Masse vom Gespann an sich hört sich gefährlich an, und ein entsprechend leistungsfähiger Akku wird wohl einiges wiegen und kosten. Nur so ein paar Ideen.

Ansonsten, Stichwort Standardpäckchen; Fahre noch nicht lange, aber hatte bisher so ungefähr: Briefe, A3 Mappen, fette Ordner, Blutröhrchen, CD's, kleinere Päckchen, etc...


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BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2007, 00:30 
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Diese ganze Geschichte mit Elektro-Anhängern klingt mir ein wenig nach "wir haben eine Lösung - jetzt suchen wir das Problem dazu". Siehe auch vor einigen Jahren Fraunhofer mit seiner "intelligenten Kleidung für Radkuriere". Man sucht sich mit Gewalt irgendein Forschungsgeiet und merkt überhaupt nicht, daß es doch ein wenig am Bedarf vorbeigeht. Bzw. selbst wenn Bedarf da wäre bleibt immer noch die Frage wie derartige Produkte dann überhaupt finanziert werden sollen.

Das Kuriergeschäft ist ja nun nicht unbedingt die Goldgrube schlechthin. Hohe Investitionskosten müßten letztlich auf Transportpreise umgelegt werden. Und da stellt sich dann die Frage wie viel Spielraum überhaupt noch vorhanden ist.

Davon völlig abgesehen droht ansonsten auch das "Segway-Problem": Ein motorisierter Fahrradanhänger würde ein Fahrrad zu einem Kraftfahrzeug machen. D. h. Führerscheinpflicht, Bauartzulassung, TÜV usw. Dummerweise sehen StVZO und FZV gar keine motorisierten Anhänger vor. D. h. man würde einen Präzedenfall schaffen. So wie es auch beim Segway-"Tretroller" der Fall war. D. h. selbst wenn es möglich sein sollte so ein Teil tatsächlich in einer Art und Weise zu konstruieren daß man es mit einigermaßen ruhigem Gewissen auch betreiben könnte ist ziemlich sicher, daß sowas in den nächsten 10-15 Jahren nicht auf Deutschlands Straßen zu finden sein wird.


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BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2007, 07:12 
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dan hat geschrieben:
Diese ganze Geschichte mit Elektro-Anhängern klingt mir ein wenig nach "wir haben eine Lösung - jetzt suchen wir das Problem dazu".


Ist das nicht ein recht verbreitetes Vorgehen? ;)
Man kann ja auch nicht ganz ausschließen dass nachher doch manchmal was Brauchbares rauskommt. Kommt wohl vor dass man das anfangs noch gar nicht so recht abschätzen kann manchmal..
Aber was den elektrogestützten Anhänger angeht bin ich trotzdem auch eher skeptisch.

Zitat:
Siehe auch vor einigen Jahren Fraunhofer mit seiner "intelligenten Kleidung für Radkuriere".


Was war das denn? (Hast du vielleicht nen Link?)


Ist ein mit Elektromotor unterstütztes Fahrrad dann eigentlich auch direkt ein Kraftfahrzeug?

Wenn man wirklich viel schwere Sachen zu transportieren hat wäre eine Unterstützung beim Anfahren ja vielleicht schon ne Überlegung wert. (Wenns erst mal rollt sollte es ja kein Problem mehr sein.)
Ich könnte mir das aber wenn, dann noch eher an einem Lastenrad vorstellen als an einem Anhänger. Von hinten "geschoben" zu werden find ich doch etwas seltsam.
So oder so ists aber wohl echt höchstens was für Spezialfälle.


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BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2007, 13:13 
Also hier ist ein Link zu einem Pdf über die Kurierkleidung vom Fraunhofer Institut:

http://www.fraunhofer.de/archiv/magazin ... 003-32.pdf

Und was ich rausbekommen habe, ist ein Motor unterstütztes Fahrrad in Deutschland nicht Führerscheinpflichtig, wenn es ein sogenanntes "Pedelec" ist, was heißen soll daß es einen nur unterstützt wenn man auch selber tritt und einen nur bis 25km/h untertützt. alles darüber ist ein Kraftfahrzeug... in der Schweiz ist das aber anders gehandhabt.

Das Schubproblem bei einem elektrounterstützten Anhänger ist schon da, wenn er wirklich schiebt, aber wenn er nur den Hauptteil seiner eigenen Masse und Ladung zieht dann könnte das doch gehen?!

Man könnte sich auch vorstellen daß der Anhänger an einer speziellen Hinterradnabe angedockt wird und nicht sich sondern das Hinterrad antreibt...


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BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2007, 13:40 
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pepe hat geschrieben:
(...)
Man könnte sich auch vorstellen daß der Anhänger an einer speziellen Hinterradnabe angedockt wird und nicht sich sondern das Hinterrad antreibt...

...womit das Problem des Kurvenfahrens mit schiebendem Anhänger wegfallen würde, aber:
E-Motor im Anhänger, Kraft per Kurbelwelle über die Anhängerkupplung übertragen und dann noch irgendwie aufs Hinterrad? ("aktiver Kettenspanner" oder so, also von der Welle auf ein Ritzel das man an die Kette spannt? Hmm...) Hört sich nach schlechtem Wirkungsgrad (mehr Reibung) und zusätzlichen Umbauten am Fahrrad an. Und nach mehr Gewicht. Und mehr Wartung, da mehr Teile.
Wäre ja fast einfacher mit E-Motor "irgendwie" ans Hinterrad und Kabel über Anhängekupplung zum Anhänger, wo dann nur der Akku wäre...
Wilde Ideen, aber interessant ;)


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BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2007, 14:39 
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Mag schon ne nette Vorstellung sein, bei schweren Lasten unterstützt zu werden. Aber wie oft kommen denn übergroße Ladungen, die nicht mehr auf den Standardhänger passen bei "normalen" Kurieren vor? Für die paar Fälle im Jahr extra eine freakige HR-Nabe einbauen? Dann doch lieber EIN spezielles Lastenrad in der Zentrale lagern, welches auf Abruf verwendet wird. Da muß der Zusatzantrieb dann auch nicht modular sein und man könnt event. auch einen anständigen Zusatz-VR-Antrieb realisieren.
Ob sich das lohnt? In einer größeren Stadt und mit extra-Tarif für Transport mit der "dicken Berta" vielleicht.
In Köln gibt's doch so einen Einzelkämpfer-Schwerlast-Kurier (hab isch im Fernsehn gesehn :)), der hat bestimmt ne Meinung dazu...

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BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2007, 15:47 
Ja and den Schwerlastkurier aus Köln hatte mich "Kokosadun" schon verwiesen, mit dem versuche ich mal Kontakt aufzunehmen aber danke trotzdem für den Tip...
also ich sehe schon die Meinungen gehen eher Richtung Spezialfahrzeug anstatt "ad on" um auch standardmäßig Pakete in Auftrag geben zu können. Oder eben die standard Anhänger, obwohl man da kaum Wetterschutz für die Fracht hat...


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BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2007, 17:53 
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Registriert: Fr 12. Jan 2007, 01:19
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pepe hat geschrieben:
Oder eben die standard Anhänger, obwohl man da kaum Wetterschutz für die Fracht hat...


Das wird sich auch nicht optimieren lassen. Es gibt halt zwei Möglichkeiten:

Entweder Du hast einen festen, geschlossenen Aufbau, der Wetterschutz bietet und dann die Transportkapazität nach oben und zur Seite vorgibt. Der hat dann die Maximalabmessungen und daraus ergibt sich gleichzeitig dann ein cW-Wert gegen den Du als Radfahrer anarbeiten mußt. Aus persönlicher Erfahrung mit gut beladenen Fahrradanhängern kann ich sagen daß alles, höher als 1 Meter wird oder seitlich mehr als 1 qm Windangriffsfläche bietet sehr, sehr unschön zu fahren wird. Bereits mit einem halben qm seitlicher Windangriffsfläche schaukelt man bei Seitenwind schon durch die Gegend wie in einem Schlauchboot auf hoher See...

Oder Du hast eben das Prinzip "offene Ladefläche" bzw. eine Wannen-/Schalenform. Da kommen dann die Ladeeinheiten rein und es wird fallweise ein Wetterschutz draufgepackt. Also z. B. Abdeckung mit stinknormaler Plastikfolie oder Plane.

Letzteres ist einerseits flexibler, zum anderen ist halt der Windwiderstand nur so groß wie es sich bezogen auf die konkret transportierten Güter halt ergibt.

Ansonsten muß man einfach realistisch bleiben: ab gewissen Größen und/oder Gewichten lassen sich Lasten mit einem Fahrrad nur noch bedingt sinnhaft transportieren. Güter in der Dimension "Umzugskiste" kann man noch recht zügig durch die Gegend karren. Bei allem was darüber hinaus geht wird man doch ziemlich langsam wenn man denn auch sicher ankommen will. Das Rad wird allenfalls dann wieder interessant wenn man so dermaßen sperrige Dinge transportieren will daß man sie eben in ein Käfigfahrzeug nicht mehr reinkriegt. Zum Beispiel irgendwelche vier Meter langen Stangen lassen sich in einem Pkw nicht transportieren, auf einem Fahrrad mit etwas Geschick durchaus. Dann geht es aber nicht mehr um die (fahrradkuriertypische) schnelle Zustellung sondern um die Frage, ob man den Ramsch überhaupt irgendwie transportiert bekommt ohne einen Lkw bemühen zu müssen.

Aber diese hypersperrigen Güter dürften sowohl im Kurieralltag wie auch im normalen Radfahrerleben eher die große Ausnahme darstellen.


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BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2007, 17:54 
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Registriert: Mi 11. Jul 2007, 14:29
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Wohnort: wilder Süden
Ach, wir haben da so große Kisten mit Deckel. Ansonsten einen Packsack (wasserdicht) und sonst hoffen auf gutes Wetter oder daß der Kunde ne Plastikplane hat :)

Glaube auch wie dan es schreibt, daß es bei den richtig großen Sachen dann auch nicht auf Minuten ankommt.

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