Ja, so kann es auch ausgehen. MUSS aber nicht. Man weiß es halt vorher nie (ob mit oder ohne Behandlung)
Zitat:
manchmal reicht die amateurhafte Beobachtung und Einschätzung eines Defektes nicht aus
Da hast du ganz unbestritten Recht, ich möchte aber ergänzen: Es kommt auch vor (und wahrscheinlich öfter als man denkt), dass die professionelle Einschätzung bzw. Behandlung nicht ausreichend/richtig ist. Gerade in der Human"technik". Fahrräder sind einigermaßen überschaubar, da kann die Rechnung schon eher aufgehen. Aber in KFZ-Werkstätten wird bekannterweise ja leider auch häufig mal was übersehen oder gepfuscht..
Merke: Nicht alles was den Namen Experten trägt, garantiert auch für Absolutheit und Korrektheit. Man muss (leider?) trotzdem immer selber denken, sich ggf. weitere Meinungen einholen und dann letztendlich doch entscheiden, was plausibler ist / worauf man sich verlässt.
Dass da (in der Medizin) so selten was RICHTIG schief geht, ist fast schon ein kleines Wunder.
@Xtreme: Wieso schlechte Erfahrungen? - Ich dachte, bzw. denke das was ich da erlebt habe ist mehr oder weniger normal (positive Ausnahmen exklusive)
Ich hab mir früher auch mal den Arm gebrochen, wurde operiert und kamen paar Nägel rein. Ging (soweit ich das sagen kann) insgesamt ganz gut, war aber auch in der Frankfurter Unfallklinik damit. (Wäre ich hier im städtischen Krankenhaus gewesen, hätte das vielleicht auch anders laufen können) - Ich schreibe das nur um die anderen Sachen etwas zu relativieren: Es kam auch schon vor, dass die Medizin mir geholfen hat. Auch wenn mir da in jüngerer Zeit ehrlich gesagt nicht so viele Fälle einfallen (wird ja auch überall gespart inzwischen)
Die Mutter (selber Ärztin, aber nicht für das Fachgebiet soweit ich weiß) eines Schulkollegen hat sich auch immer die Röntgenaufnahmen mitgeben lassen und selbst angesehen, wenn der Sohn was gebrochen hatte. (Wahrscheinlich waren die aber von vorneherein auch immer nur in sehr guten Krankenhäusern)
Und worüber ich mich noch gar nicht ausgelassen habe: Muttermale.
Ich hatte da mal was komisches, und weil meine eigentliche Hautärztin (wo ich auch schon ein paar Jahre nicht mehr war) in Urlaub war musste ich zu einem anderen.. der wollte gerne 3 Stück wegmachen, weil er die komisch fand. (Ergbnis: Natürlich kein Hautkrebs..)
Ich hab mich an die Empfehlung gehalten, weil ich dachte, naja ist ja keine große Sache. Allerdings sind die Narben nicht gerade gut verheilt (da bin ich aber nicht so zimperlich), und ich habe jetzt, wo die alten weg sind, an anderen Stellen (teilweise auch in der Nähe der alten) einige Neue (wobei mindestens eins auch etwas komisch aussieht)
Im Nachhinein würde ich sagen, kann das nicht der Weisheit letzter Schluss sein: Erst schnippeln, und dann erst wissen ob es überhaupt nötig war. Mir kommt der Arzt im Nachhinein auch, nun ja, sehr "geschäftstüchtig" vor. Wenn man vorsichtig ist, ist es bestimmt vernünftig die immer mal kontrollieren zu lassen, die Ärzte haben ja auch Computer wo sie dann sehen, wie ein Muttermal sich seit dem letzten Mal verändert hat. Aber alles andere... bei dem Arzt war ich auch das letzte Mal, und meine Muttermale behalt' ich! (Soweit ich weiß ist das gar nicht unüblich, dass nachher neue kommen wenn ein altes weggeschnippelt wurde. Ist für mich ein Hinweis, dass die Schulmedizin die Angelegenheit auch noch nicht wirklich verstanden hat..)
Ich habe übrigens von (bestimmten) Ärzten eine noch viel schlechtere Meinung als im letzten Post durchklang^^
Aber das würde hier bald zu weit führen.
Aber mal ganz generell: Ärzte sind keine Halbgötter. Jeder kann Arzt werden, dafür braucht man auch keine besondere Begabung oder Gewissenhaftigkeit, sondern nur viel Durchhaltevermmögen und Paukbereitschaft im Studium. Und schon im Studium lernt ein Arzt nicht unbedingt selbst zu denken, sondern eigentlich nur Diagnosen, und die soll/will er nachher auf seine Patienten übertragen.
Was nicht heißen soll, dass es nicht trotzdem gute Ärzte gibt. Ich will nur sagen, es gibt viele nicht so gute. Bis auf das Fachwissen haben die einem nicht unbedingt soo viel voraus, Erfahrung ist natürlich auch wichtig aber man kann seine Arbeit auch über Jahre hinweg nicht so gut machen.
Ich dachte immer, man könnte Ärzten vertrauen, und die meisten Menschen tun das ja auch. Woher sonst sollten sie diesen Halbgötter-Status haben, statt einfach als normale, fehlbare Menschen angesehen zu werden die versuchen ihren Job zu machen?
Ich gebe mich aber selten mit der ersten Antwort zufrieden und will v.a. auch wissen, ob sie überhaupt plausibel ist. Deshalb gebe ich mich oft nicht mit der vorherrschenden Ansicht zufrieden, und finde es ist auch nötig (wenn leider oft auch zeitintensiver und anstrengender)
Wenn ich bestimmte Menschen als Experten/Autorität akzeptiere, gebe ich damit Macht aus der Hand. Was auch kein Problem ist, solange diese ihre Arbeit immer gut machen. Dummerweise sind es aber auch nur Menschen und sind somit gar nicht dazu in der Lage.
Ich versuche halt, mein eigener Experte zu sein. (Wenn mir schon Fehler widerfahren müssen, dann wenigstens nicht die von anderen

)
Und so habe ich oft den Eindruck, dass die Experten teilweise selbst nicht soo viel schlauer sind als ich, wenn ich mich vorher "mal eben ein bisschen schlau gemacht" habe. Häufig (das aber jetzt v.a. in der Politik) sind Expertenmeinungen aber auch einfach sichtlich falsch... nur eben nicht auf den ersten Blick.
Es kann aber sein, dass ich da eher die Ausnahme bin, und viele sich die Mühe gar nicht leisten können und wollen.
(Vielleicht sollte ich auch einfach Experte werden und es besser machen

)
Naja, jetzt hab ich aber fertig.